Polaskia chichipe

Polaskia chichipe
Polaskia chichipe

Systematik (Quelle: wikipedia)

 

Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Pachycereeae
Gattung: Polaskia
Art: Polaskia chichipe (Rol.-Goss.) Backeb.

Synonyme :

  • Cereus chichipe Rol.-Goss. Erscheinungsort: Bull. Mus. Hist. Nat. (Paris) 11 (6): 507. (Basionym)
  • Lemaireocereus chichipe (Roland-Gosselin) Britton et Rose 1920
  • Myrillocactus chichipe (Roland-Gosselin) PV Heath 1992
  • Cereus mixtecensis
  • Lemaireocereus mixtecensis

Andere mögliche Synonyme für Gattung: (=) Chichipia Backeb, nom.. Inval. (=) Heliabravoa Backeb.

 

Wissenswertes: 

 

Der botanische Name der Gattung ehrt den US-amerikanischen Kakteenliebhaber Charles Polaski (1898–1986).  Robert Roland Gosselin veröffentlichte 1905 die Erstbeschreibung als Cereus chichipe. 1949 stellte Curt Backeberg die Art in die Gattung Polaskia.

In der spanischen regional- oder landessprachlichen Bezeichnung werden oft anstelle des wissenschaftlichen Namens auch „Chichibe“, „Chichipe“, „Chichitun“ und „Chichituna“ verwendet.

 

Die Gattung umfasst zwei Arten Polaskia (Quelle: Cactuspedia):

  • Polaskia chichipe, die mit  Myrtillocactus verwandt ist
  • Polaskia chende, die näher mit Stenocereus verwandt ist.

 

Polaskia chichipe wurde von den Einheimischen wegen ihrer essbaren roten Früchten (chichituna) und ihrer Äste als Brennholz verwendetund deshalb angebaut. Deshalb wurden in der Obstproduktion die Pflanzen in Kultur gezogen, da sie größere und süßere Früchte tragen.

 

Herkunft:

 

- wärmere Gebiete Zentral-Mexico;

 

Hauptverbreitungsgebiet

liegt in den Bundesstaaten:

  • Puebla (Tehuacan) bis in den Bundesstaat Oaxaca

Beschreibung

 

Wuchsform:
  • säulenförmig
  • baumförmig, verzweigt mit gebogenen bis zu 1m langen Trieben
  • erreicht in der Natur eine Wuchshöhe bis über 4 Meter
Aussehen:
  • junge Pflanzen mit bläulich grauer Bereifung der Oberfläche
  • ältere Pflanzen grün; 9 bis 12 scharfkantige, rückseits etwas bogig gewellte  bis 2 Zentimeter hohe Rippen vorhanden
  • Areolen sind 1 bis 1,5 Zentimeter voneinander entfernt
Dornen:
  • grau und besitzen eine dunklere Spitze
  • einzelner Mitteldorn bis 1,5 Zentimeter
  • 6 bis 8 Randdornen 0,3 bis 1,5 Zentimeter lang
Blüte:
  • gelblich grün bis cremeweiße Blüten; öffnen sich in der Nacht
  • bis 4 Zentimeter lang mit einem Durchmesser von 3 bis 4 Zentimetern
  • Perikarpell ist kahl
  • kugelförmige tief rötlich purpurfarbe Früchte mit einem Durchmesser bis 2,5 Zentimeter
  • selbstbestäubend
Sonstiges:

Ansprüche

 

Standort / Licht:
  • benötigt viel Licht
  • kann vollsonnigen Standort vertragen
PH-Wert & Boden:
  • bevorzugt trocken bis mäßig trocken, leichte mineralische Böden (Ziegelsplitt mit Sand vermischt)
  • gut durchlässige Substratmischung verwenden
  • Wurzeln sollten in diesem Substrat gut "atmen" können
Wassergaben:
  • sparsam von Frühjahr (März bis Mai)
  •  bis Herbst etwas mehr gießen
  • gut durchwässern aber nur bei völliger Austrocknung des Substrats
  • Staunässe unbedingt vermeiden
  • ab September bis Oktober Wassergaben veringern um auf die kurze Winterperiode einzustellen
  • im Winter während der kurzen Ruheperiode keine Wassergaben unter 10°C
Temperatur:
  • warm im Sommer
  • im Winter bei ca. 5 - 10 °C überwintern
  • nicht winterhar; verträgt keine Temperaturen unter 0°C
Düngung:
  • April bis Oktober
  • kann einmal im Monat mit Kakteendünger versorgt werden
Sonstiges:
  • wenn zu dunkel gehalten wächst die Pflanze übermäßig üppig und grüner dadurch dann auch anfällig für Fäulnis durch gießen

Kultivierung

 

Vermehrung leicht durch die gebildeten Triebe.  Triebe durch sauberen Schnitt abtrennen, Basis schräg zum Mittelpunkt der Wurzelaustriebstelle herum zuschneiden. Schnittstelle mehrere Wochen abtrocknen lassen, dann in geeignetes Substrat stellen. Erst nach einigen Wochen leicht angießen. Wenn sich an der Triebspitze neues Wachstum zeigt, kann mehr gegoßen werden.